Wissenswertes rund um den Wein

Geschichte des Weinbaus in der Wachau

Steinterrassen Wachau

Den Grundstein für den kultivierten Weinbau in der Wachau haben die Römer gelegt, diese kannten sich bereits mit der Kunst der Veredelung aus und Wein war für sie ein wichtiges Genussmittel. Der Weinbau war schon vor tausend Jahren die Grundlage für den Reichtum im Thal Wachau. Weder die mittelalterlichen Festungsbauten noch die üppige Pracht der barocken Kirchen und Klöster hätte in dieser Form entstehen können, wenn nicht der Weinbau die Mittel dazu geliefert hätte. Dasselbe gilt für viele der erhalten gebliebenen stattlichen Bürgerhäuser und Lesehöfe.

Klöster & Wein

Viele Klöster besaßen in der Wachau Weingärten, die von Lehensnehmern bewirtschaftet wurden. Erst mit dem Kauf der kirchlichen Besitzungen durch die Winzer selbst hat sich in der Wachau ein spürbarer Wandel vollzogen und heute gehört der Wachauer Wein zum Besten der Welt. Angebaut wird zwar hauptsächlich die Sorte Grüner Veltliner, Weltruf haben aber auch die Rieslinge erlangt. Die Urform der Rieslingrebe wird sogar in der Wachau lokalisiert, wonach sich der Name vom Ritzlingbach ableiten soll, welcher zwischen Joching und Weissenkirchen fließt.

Der Weinbau hat auch die Landschaft geprägt. Er verwandelte die Ufer-Abhänge im frühen Mittelalter in die typische Terrassenform der Weinberge. Steinmauern schützen die Terrassen vor dem Abrutschen.

Die Rebsorten der Wachau

Weintraube (Foto: TV WKN)

Die gesamten Rebflächen der Wachau umfassen ca. 1.390 Hektar, die sich auf die Terrassen und die fruchtbare Donauebene verteilen. Die Hauptsorte ist der Grüne Veltliner (775 ha), das andere Aushängeschild der Region ist der Riesling (123 ha). Neuburger, Weißburgunder und Chardonnay, Gelber Muskateller und Rivaner (Müller-Thurgau) vervollständigen die Palette.

Auf rund 10% der Anbaufläche wachsen Rotweintrauben, dabei vor allem die Sorten Blauer Spätburgunder und Blauer Zweigelt (St.Laurent X Blaufränkisch).

Steinfeder, Federspiel, Smaragd

Besonders um Schutz und Qualität der Wachauer Weine bemüht, sind die Winzer der Vereinigung „Vinea Wachau Nobilis Districtus“. Die 3 speziellen Wein-Kategorien „ Steinfeder (bis 10,7% Alkoholgehalt), Federspiel (11,5 – 12,5%) und Smaragd (ab 12,5%) dürfen ausschließlich von den Mitgliedern der Vinea Wachau verwendet werden. Die rund 200 Mitglieder sind die führenden Winzer der Wachau und bewirtschaften ca. 85% der Rebflächen.