Dürnstein –
„Komm mit mein Schatz in die Wachau“

Wenn man an die Wachau denkt, fällt einem sofort Dürnstein ein. Das kleine Städtchen verbindet man mit dem Stift mit seinem blauen Turm und der prunkvollen Barockkirche und natürlich mit der Ruine, auf der Richard Löwenherz 1192/ 1193 gefangen gehalten wurde.
Von Burgen und Rittern – die Kuenringer
Im 11. Jahrhundert kamen die Kuenringer aus dem bayrisch-sächsischen Raum nach Österreich. Im Auftrag der österreichisch-babenbergischen Landesfürsten erwarben sie einen Großteil des Waldviertels. Asso von Kuenring erwarb das Gebiet um Dürnstein, sein Enkel Hadmar I. befestigte erstmals den Felsen oberhalb von Dürnstein. Die Burg Dürnstein wurde zwischen 1140 und 1145 erbaut.
Sänger Blondel und der englische König
Der englische König Richard Löwenherz wurde 1192/1193 auf der Burg Dürnstein gefangen gehalten. Dort durfte er der Sage nach zu seiner Unterhaltung Troubadure (fahrende Sänger) empfangen, woraus später vermutlich die Sage vom Sänger Blondel entstand. So zog der treue Minnesänger Blondel von Burg zu Burg, bis er seinen König in Dürnstein, durch das Singen eines Liedes, das der gefangene König ergänzte, entdeckte. Nach einer Lösegeld-Zahlung wurde Richard Löwenherz freigelassen. Das Lösegeld für die Freilassung des Königs ermöglichte den Kuernigern im 13. und 14. Jhd. den Ausbau und Aufschwung von Burg und Ort Dürnstein.
Ruine Dürnstein
Die Ruine Dürnstein liegt auf 400m Seehöhe und ist ganzjährig frei zugänglich. Nach einer kurzen Wanderung auf die Ruine hat man einen prachtvollen Panoramablick auf das Donautal.
Noch mehr Geschichte
Im Jahr 1347 wurde der Ort Dürnstein in einer Erbaufteilungsurkunde der Kuenringer erstmals als Stadt bezeichnet und erhält von Johann I. das Stadtrecht. Das Wappen erhielt die Stadt Dürnstein in Folge im Jahr 1476 von Kaiser Friedrich III.. Im Jahr 1551 wird Dürnstein von einem Brand verwüstet. 1645 wird die Burg Dürnstein durch die Schweden unter General Torstenson gesprengt. Im Jahr 1805 findet die berühmte Schlacht bei Loiben und Dürnstein satt. Noch heute zeugt das Kriegerdenkmal davon. 1902 wird die Dampfschiffstation Dürnstein eröffnet.

Stift Dürnstein
Das Kloster Dürnstein wurde 1410 von den Augustiner-Chorherren besiedelt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts bauten sie unter den letzten Kuenringern Dürnstein zu einer gotischen Klosteranlage aus. Im 18. Jahrhundert wurde das Stift unter Probst Übelbacher barockisiert. Besonders auffällig ist hier der blaue-weiße Turm der Stiftskirche, der in seiner ursprünglichen Farbgebung wiederhergestellt wurde und auch „Fingerzeig Gottes“ genannt wird. Im Jahr 1788 wurde das Stift aufgehoben und als Pfarre an das Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg übergeben, zu dem es bis heute gehört.
Vom Schwimmbad bis zum Bummelzug
Empfehlenswert ist in Dürnstein außerdem ein Bummel durch die romantischen Gassen mit vielen Geschäften sowie ein Spaziergang an der romantischen Donaupromenade. Im Sommer lockt das Kuenringer Freibad als das einzige vollbiologische Schwimmbad Niederösterreichs zum Baden! Eine kleine Motorfähre verkehrt zwischen Dürnstein und Rossatz. Ein weiteres Highlight sind die Fahrten mit dem Bummelzug durch die Weinberge.
Donauhof Tipp!
Wir empfehlen unseren Gästen einen herrlichen Ausflug mit dem Rad nach Dürnstein. Vom Hotel Donauhof in Weissenkirchen geht es los mit der Rollfähre nach St. Lorenzen. Von dort fährt man durch Unmengen von Obstgärten bis nach Rossatz (ca. 6 km). Auf der Strecke laden zahlreiche Heurigen zur Einkehr ein. In Rossatz setzt man dann mit der kleinen Motorfähre nach Dürnstein über. Unbedingt sollte man in Dürnstein auf der wunderschönen Terrasse des Restaurants „Richard Löwenherz“ einkehren – von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Donau.






