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Das Jahr im Weingarten

 

Winter

Die Arbeiten im Weingarten beginnen

Die erste Regulierung der Ertragsmenge eines Rebstockes beginnt mit dem Rebschnitt im Winter, der durchgeführt wird bevor im März der Saft in den Rebstöcken aufzusteigen beginnt. Beim Rebschnitt wird je nach Rebsorte der Weinstock bis auf ein bis zwei Bögen zurückgeschnitten. Diese Arbeit bildet den Grundstock für die weitere Qualität der Trauben. Werden zuviele Fruchtaugen am Stock belassen, muss sich das Grundpotential des Rebstockes auf zuviele Trauben verteilen und somit leidet die Qualität. Weiters muss noch die Arbeit des Anbindens der zurückgeschnittenen Bögen verrichtet werden. Der Stamm und die Bögen jedes Rebstockes müssen an das Unterstützungssystem festgebunden sein. Somit kann der Winzer die Wachstumsrichtung des Rebstockes bestimmen.

 

   

Frühling 

Austrieb der Reben

Die Knospe bildet sich im Gelenk eines Blattstiels. Nachdem das Laub im Herbst abgefallen ist, verändert sich das neu gewachsene Auge bis zum Frühjahr in seinem Grundaufbau nicht mehr. Die Rebstöcke, die direkt neben den Steinmauern wachsen, entwickeln dann im Frühjahr die ersten Triebe. Vom Öffnen der Knospe bis zu den ersten jungen Blättern vergehen meist nur wenige Tage. Dann folgt die Bildung der "Gescheine", den späteren Trauben. Rund vier Wochen nach dem Austrieb beginnt die Blüte der Reben. Zur Blütezeit sollte es warm und trocken, aber nicht zu heiß oder zu kühl sein.

 

Vom Ausdünnen bis zum Abfüllen

Einige Wochen nach dem Austrieb der Reben ist das Ausdünnen der Triebe der nächste Arbeitsschritt der Winzer im Weingarten. Alle überschüssigen Triebe werden vom Stamm des Rebstockes und den Streckern entfernt. Mit dem Einkürzen der Reben wird das Längenwachstum eingeschränkt und das Wachstum von frischen Blättern gefördert. Auch im Weinkeller ist im Frühling einiges zu tun. So werden in diesen Monaten die ersten Weine abgefüllt.

 

 

Sommer

Zeit des Wachstums

Im Laufe des Sommers fördert die Wärme das Längenwachstum der Reben in den Weingärten. Der Winzer richtet in dieser Zeit seine ganze Aufmerksamkeit auf die Entwicklung der Trauben. Die Beeren wachsen auf engstem Raum und in dieser Wachstumsphase setzt über die Photosynthese der Blätter die Einlagerung von Zucker ins Fruchtfleisch ein. Die Laubarbeit ist im Sommer je nach Rebsorte mehr oder weniger arbeitsintensiv. Ab Mitte August ändert sich dann die Farbe der Trauben in ein leuchtendes Gelbgrün. Bei manchen Rebsorten wird bei jedem Rebstock händisch die Traubenzone entblättert, damit die Sonnenbestrahlung optimal ist.

  

 

Herbst

Die Erntezeit

Der Zeitraum der Traubenernte erstreckt sich über mehrere Wochen. Bereits gegen Ende September wird mit der Ernte begonnen. Der Lesezeitpunkt wird einerseits durch die physiologische Reife der Trauben und andererseits durch den angestrebten Weintyp bestimmt. So erreicht man zb. die leichten Steinfeder-Weine mit einer frühen Traubenernte.

 

Von der Steinfeder bis zur Auslese

Die Ernte wird in der Wachau auschließlich händisch durchgeführt. Der Vorteil ist, dass man jene Trauben herauslesen kann, die für den gewünschten Weintyp benötigt werden. So können aus einem Weingarten mehrere Qualitätsstufen geerntet werden. Nach der Ernte der Trauben für die Steinfeder-Weine folgen die Trauben für die Federspiel-Weine und zuletzt im November die mit einer hohen Säure ausgestatteten Trauben für die Smaragd-Weine. Wenn es das Jahr zuläßt werden auch Trauben für edelsüße Weine, wie Auslesen oder Trockenbeerenauslesen, geerntet.

Die gelesenen Trauben werden nach dem Rebeln sofort gepresst und weiterverarbeitet.

 


 

 

Weinverkostung beim Winzer

Bei einem Urlaub in der Wachau sollte auf jeden Fall eine Weinverkostung beim Winzer auf dem Programm stehen. Hier erfährt man dann aus erster Hand alles über Wein, die Arbeit in Weingarten und Keller und kann die reichhaltige Auswahl an Weinen verkosten. Gerne sind die Donauhof-Gastgeber bei der Organisation einer Weinkost behilflich!